Nie mehr ohne Corona: Künftig Endemie statt „Pandemie“

Berlin. Fein ausgedacht: beim Robert-Koch-Institut (RKI) baut man schon einmal vor und stimmt die Öffentlichkeit darauf ein, daß sich das Corona-Geschehen auf unbestimmte Zeit fortsetzt. Das Institut erwartet für den Herbst und Winter abermals einen Anstieg der Infektionszahlen und eine „fortgesetzte globale Zirkulation des Virus“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Deutschland befinde sich in der Übergangsphase vom „pandemischen“ in ein endemisches Geschehen, erklärte das RKI. Wann dieser Übergang abgeschlossen sein werde, könne derzeit noch nicht genau vorausgesagt werden. Wenn ein Virus endemisch ist, bedeutet das, daß es nicht mehr verschwindet und in der betreffenden Weltregion zu bestimmten Zeitpunkten immer wieder Infektionen auftreten. Das ist allerdings nicht nur beim Corona-Virus so, sondern bei praktisch allen bekannten und verbreiteten Virusarten.

Auch eine Herdenimmunität im Sinne der kompletten Auslöschung des Virus sei nicht realistisch, schätzt das RKI – und widerspricht damit Politikern und Experten, die sich die „Herdenimmunität“ unter anderem von der Massenimpfung versprochen hatten. Auch das RKI hat bislang die Herdenimmunität regelmäßig als Ziel benannt. (st)

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