Nicht nur in Hamburg: Mehr als die Hälfte aller Gefängnisinsassen sind Ausländer
Hamburg. Das überrascht nicht, sondern entspricht bundesdeutschem Normalzustand: mehr als die Hälfte der Häftlinge in Hamburger Gefängnissen haben keinen deutschen Paß. Dies förderte jetzt die Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft zutage. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Demnach liegt der Ausländeranteil hinter Gittern bei 56 Prozent. Nichtdeutsche sind damit – wie auch in den meisten anderen deutschen Haftanstalten – massiv überrepräsentiert. Denn der Bevölkerungsanteil von Nichtdeutschen in der Hansestadt liegt offiziell bei knapp 17 Prozent. Wie viele formal „deutsche“ Inhaftierte einen Migrationshintergrund haben, geht aus der Senatsantwort nicht hervor.
Unter den 975 ausländischen Knast-Insassen stellen Türken mit 123 Häftlingen demnach die größte Gruppe, gefolgt von Polen (99), Afghanen (71), Rumänen (53) und Serben (46). 383 der Häftlinge sind bereits vorbestraft. Und: die Versorgung der ausländischen Straftäter kostet den Hamburger Steuerzahler jährlich schlappe 67 Millionen Euro.
Deutschlandweit lag der Anteil ausländischer Häftlinge 2018 bei knapp einem Drittel. Im Vergleich zu 2008 war das eine Steigerung um rund elf Prozent. (rk)
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