Nicht nur „Bloomberg“ fragt sich: „Haben die Deutschen ihre berühmte Arbeitsmoral vergessen?“
New York City. Das Ausland reibt sich verdutzt die Augen und erkennt die Deutschen nicht mehr wieder. Immer häufiger fällt ausländischen Beobachtern auf, daß die Deutschen keine Lust mehr haben, zu arbeiten – und das schlägt längst auf die Wirtschaftskraft des Landes durch. Derzeit wird der Bundesrepublik gerade einmal ein BIP-Wachstum von 0,2 Prozent prognostiziert.
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Der Wirtschaftsnachrichtendienst „Bloomberg“ wollte es genauer wissen. In einem aktuellen Beitrag unter dem bezeichnenden Titel „Haben die Deutschen ihre berühmte Arbeitsmoral vergessen?“ geht er hart mit den Deutschen ins Gericht. Autor Chris Bryant vertritt darin die Auffassung, daß Deutschland zwar nicht „arbeitsscheu“ sei, aber dennoch vor allem Frauen und Ältere effizienter in den Arbeitsmarkt bringen müsse.
„Bloomberg“ macht vor allem drei Kritikpunkte geltend: die durchschnittlichen Arbeitsstunden pro Beschäftigtem gehen kontinuierlich zurück, 1,7 Millionen Stellen sind permanent unbesetzt, und die Zahl der Krankheitstage steigt, insbesondere aufgrund psychischer Probleme und angeblicher „Post-Covid-Atemwegserkrankungen“.
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Deutschland solle auch nicht auf Produktivitätsgewinne vertrauen, etwa durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, warnt Bryant und resümiert: „Um sicherzustellen, daß die nächste Generation denselben Lebensstandard und lange Urlaube genießen kann, werden viele von uns ein bißchen mehr arbeiten müssen.“ (rk)
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