Neues Corona-Einreiseregime: Die neuen "Verdächtigen" sind deutsche Urlaubs-Rückkehrer

Berlin. Man erinnert sich: früher, nach dem Wegfall der Grenzkontrollen im Schengen-Raum, ging der Grenzschutz zur sogenannten „Schleierfahndung“ über – im grenznahen Raum wurden nur noch stichprobenartig Fahrzeugkontrollen durchgeführt, in der Hoffnung, auch gesuchte Kriminelle gingen den Fahndern dabei ins Netz. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die neuen "Verdächtigen" sind deutsche Urlaubs-Rückkehrer. Denn auch ihnen stellt seit Sonntag die Polizei im grenznahen Raum mit der Schleierfahndung nach und verlangt die nunmehr vorgeschriebenen Corona-Testzertifikate zu sehen.

Zumindest AfD, FDP und Grüne kritisieren die neuen Nachstellungen durch die Polizei.  Das erzeuge Unverständnis „und verspielt genau das, was wir bei der Durchsetzung der Corona-Maßnahmen am dringendsten brauchen: Akzeptanz“, so die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Irene Mihalic. Und der FDP-Fraktionsvihze Stephan Thomae bemängelt: „Die Bundesregierung überfällt wieder einmal in Wegelagerermanier die deutschen Urlauber mit einer neuen Einreiseverordnung“ und stifte dabei „maximale Verwirrung, statt ihre Maßnahmen gründlich vorzubereiten“.

Spahn und Co. lassen sich durch solche Argumente natürlich nicht von ihren Maßnahmen abbringen. Seit Sonntag darf über die deutschen Grenzen nur noch einreisen, wer entweder geimpft oder genesen ist oder zumindest einen negativen Corona-Test vorweisen kann. In allen anderen Fällen drohen heftige Bußgelder. (rk)

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