Neue Seidenstraße macht Fortschritte: Container-Transportvolumen verdoppelt sich um 50 Prozent
Peking/Budapest. Im Windschatten der täglichen Corona-Schlagzeilen geraten andere wichtige Themen mitunter in den Hintergrund. Eines ist der stillschweigende Ausbau der chinesischen sogenannten Neuen Seidenstraße, eines der ambitioniertesten chinesischen Infrastrukturvorhaben. Es soll die wirtschaftliche Verflechtung des eurasisch-afrikanischen Raumes voranbringen, wofür China erhebliche Summen investiert. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Eine aktuelle Zahl, die aufhorchen läßt: allein in der ersten Jahreshälfte 2021 ist der Schienenverkehr zwischen China und Europa um sage und schreibe fünfzig Prozent gestiegen. Rekordmonat war dabei der Mai, der das höchste Verkehrsaufkommen aller Zeiten brachte.
In absoluten Zahlen: In der ersten Jahreshälfte 2021 wurden insgesamt 336.500 TEU (Container in Standardgröße) transportiert, rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Mai dieses Jahres erreichte das monatliche Transportvolumen 61 500 TEU. Die Betreibergesellschaften gehen inzwischen davon aus, daß sich das jährliche Verschiffungsvolumen in diesem Jahr 700.000 TEU nähern wird. Auch dies wäre ein neuer Jahresrekord.
Maßgeblich am Ausbau des eurasischen Schienennetzes beteiligt ist die Rail Cargo Logistics-RUS, die russische Tochtergesellschaft der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit mehr als 60 Spezialisten. Sie plant, schon in naher Zukunft die Anzahl der Züge von Xi’an (China) und einigen anderen chinesischen Städten zum BILK-Logistikzentrum in Budapest zu erhöhen, von wo aus die Fracht verteilt und in europäische Städte transportiert wird. Die russische Tochtergesellschaft der ÖBB Rail Cargo Group hat das Ziel, die Wirtschaftszentren Mittel- und Westeuropas auf dem Bahnweg mit den asiatischen Regionen zu verbinden. (mü)
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