NATO-Mitglied Türkei sucht den Schulterschluß mit Rußland: Mehr Gas, weniger Dollar
Sotschi. Während die EU auf dem besten Wege ist, mit ihrer Sanktionspolitik gegen Rußland die eigene Wirtschaft massiv zu schädigen, geht die Türkei unter Präsident Erdogan den umgekehrten Weg: sie will – obwohl NATO-Mitglied – von den westlichen Sanktionen nichts wissen und baut vielmehr ihre Energie-Partnerschaft mit Rußland aus.
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Am vorvergangenen Samstag trafen Erdogan und Kremlchef Putin innerhalb weniger Wochen zum zweiten Mal zusammen und besiegelten nun einen umfassenden Wirtschafts- und Energiepakt. In einer gemeinsamen Erklärung nach ihrem Treffen in Sotschi teilten sie mit, die Kooperation beider Länder in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft, Finanzen und Bau zu vertiefen. Bei dem rund vierstündigen Treffen seien „sehr wichtige Entscheidungen“ im Bereich von Handel und Wirtschaft getroffen worden, sagte Rußlands Vize-Regierungschef Alexander Nowak der russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge.
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So sollen etwa für russische und türkische Unternehmen die Bedingungen für eine Zusammenarbeit erleichtert werden. Auch das türkische Atomkraftwerk Akkuyu, das von einem russischen Staatsunternehmen gebaut wird, sei zur Sprache gekommen. Darüber hinaus hätten sich beide Seiten darauf geeinigt, daß die Türkei für russisches Gas künftig in Rubel zahlen werde – ein weiterer Schlag gegen den US-Dollar.
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Der russische Außenpolitiker Alexej Puschkow lobte Erdogan dafür, daß dieser „im Gegensatz zu den Euro-Politikern” die Interessen des eigenen Landes vertrete und sich nicht fürchte, dazu auch einmal „dem kollektiven Westen entgegenzutreten”. (mü)
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