Nach zwei Monaten ukrainischer „Gegenoffensive“: Gehen die Russen jetzt zum Angriff über?
Kiew. Der russische Verteidigungsminister Schoigu kündigte dieser Tage in einer Pressekonferenz an, die russische Armee werde im Herbst oder spätestens Spätherbst in der Ukraine in den „Angriffsmodus“ übergehen. In dieser Ankündigung wird die operative Absicht der russischen Seite sichtbar, die Ukrainer, die offiziell immer noch ihre „Gegenoffensive“ vortragen, erst „ausbluten“ zu lassen, ehe man selbst wieder die Initiative auf dem Schlachtfeld ergreift.
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Das Konzept scheint aufzugehen, denn die ukrainischen Verbände sehen sich jetzt gleich an zahlreichen Abschnitten im Osten und Süden der Front heftigen russischen Angriffen ausgesetzt. Das räumt die ukrainische Führung auch freimütig ein. Ein Bericht des Generalstabs in Kiew führt ausdrücklich die Frontabschnitte Kupjansk, Lyman, Bachmut, Awdijiwka, Marjinka und Schachtarsk an. Die russische Armee begleite die Angriffe mit Artilleriefeuer und Luftangriffen.
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Die ukrainische Offensive läuft mittlerweile seit zwei Monaten, bleibt aber bisher hinter den hohen Erwartungen vor allem des Westens zurück. Auch westliche, pro-ukrainische Beobachter müssen inzwischen eingestehen, daß an keiner Stelle ein Durchbruch oder gravierende Geländegewinne gelungen sind. (mü)
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