Nach Verurteilung wegen „Volksverhetzung“: Nur die Gemeinde hält zu Pastor Latzel

Bremen. Die Bremer evangelische Sankt-Martini-Gemeinde will gegen die vorläufige Dienstenthebung ihres „umstrittenen“ Pastors Olaf Latzel vorgehen. Der Vorstand werde Widerspruch gegen die Maßnahme beim Kirchenausschuß der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) einlegen, heißt es in einer auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlichten Erklärung. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Pastor Latzel war Ende November wegen „Volksverhetzung“ zu einer Geldstrafe von 8100 Euro verurteilt worden, nachdem er sich kritisch über Homosexuelle und „Intergeschlechtliche“ geäußert hatte. Der zuständige Kirchenausschuß hatte sich daraufhin prompt von Latzel distanziert.

Dagegen hält zumindest seine Gemeinde zu dem prinzipienfesten Pastor, der sich in seiner Haltung auf die Bibel beruft. Für die „unbarmherzige und rücksichtslose Haltung des Kirchenausschusses“ fehle dem Vorstand jedes Verständnis, ließ die Gemeinde wissen. Nach seiner Verurteilung hatte Latzel einer von der BEK vorgeschlagenen Einigung über das Ruhen seines Dienstes nicht zugestimmt. Daraufhin enthob der Kirchenausschuß vergangene Woche den 53jährigen Geistlichen vorläufig seines Dienstes. (st)

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