Nach US-Berichten über die Nord Stream-Sabotage: AfD fordert Ende der Ukraine-Hilfen
Washington/Kiew/Berlin. US-Medien, die bereits im Sommer 2023 die Ukraine als Hauptschuldigen an der Sprengung der Nord Stream-Ostseepipelines ins Gespräch brachten, stricken an dieser Version derzeit intensiv weiter. So hat das „Wall Street Journal“ (WSJ) inzwischen herausgefunden, daß der ukrainische Präsident Selenskyj eine zentrale Rolle bei der Sabotage gespielt hat.
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Der Plan, die Pipelines zu zerstören, soll demnach im Mai 2022 bei einer „ideenreichen und stark patriotisch geprägten Diskussion“ zwischen ukrainischen Militärs und Geschäftsleuten geboren worden sein. Bei einem „feuchtfröhlichen Abendessen“, berichtet das WSJ, sei die Idee entstanden, die Pipelines zu sprengen, „um Rußland für seine Aggression zu bestrafen“. Präsident Selenskyj soll dabei zunächst grünes Licht für die Operation gegeben, sich aber später eines besseren besonnen und versucht haben, die Durchführung des Plans noch zu stoppen. Erst jetzt soll auch die CIA davon erfahren haben, woraufhin der niederländische ebenso wie der amerikanische Geheimdienst ihre deutschen Kollegen gewarnt haben sollen.
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Einer der treibenden Köpfe bei der Operation war nach den vorgeblichen WSJ-Recherchen der damalige, inzwischen abgelöste ukrainische Oberbefehlshaber Saluschnyj. Er soll die Operation geleitet haben, will aber laut WSJ nicht selbst an der Aktion beteiligt gewesen sein. Diese soll vielmehr von einer kleinen Gruppe ukrainischer Militärs und Zivilisten durchgeführt worden sein, die die polnische Jacht „Andromeda“ gemietet und die Operation akribisch vorbereitet haben sollen. Dabei seien auch moderne Tauchausrüstung und Sprengstoff zum Einsatz gekommen. Finanziert worden sei die Mission überwiegend aus privaten Mitteln, die Kosten dafür veranschlagt das US-Blatt auf rund 300.000 US-Dollar.
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In Deutschland hat auf die WSJ-Geschichte nach dem Bündnis Sahra Wagenknecht jetzt auch die AfD reagiert, die die Version des US-Blattes für plausibel hält. Tomasz Froelich, Europaabgeordneter der AfD und stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuß, erklärte, „die Zerstörung kritischer Infrastruktur und steigende Energiepreise, unter denen jeder Deutsche leidet“, seien problematisch. Froelich mahnte auch mögliche Konsequenzen an. „Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, darf das nicht unwidersprochen bleiben: alle Zahlungen an Kiew müßten eingestellt werden, und die Ukraine müßte für die Reparatur von Nord Stream 2 aufkommen.“ (mü)
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