Nach Schweizer Absage: Rheinmetall kauft spanischen Munitionshersteller zwecks Ukraine-Nachschub

Nach Schweizer Absage: Rheinmetall kauft spanischen Munitionshersteller zwecks Ukraine-Nachschub
Wikimedia/Hans-Hermann Bühling/

Düsseldorf. Für die Ukraine-Unterstützung sind keine Kosten zu groß. Nachdem die Schweiz unlängst unter Verweis auf ihre außenpolitische Neutralität die Ausfuhr deutscher Munition für den Flakpanzer „Gepard“ untersagt hat, will der Rüstungskonzern Rheinmetall jetzt eigens ein spanisches Unternehmen aufkaufen, damit der Ukraine die fehlende Munition für ihre deutschen „Gepard“-Panzer geliefert werden kann.

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Gekauft werden soll das spanische Unternehmen EXPAL Systems. Verkäufer ist der spanische Konzern MAXAM. Die Transaktion soll bis Sommer 2023 unter Dach und Fach sein, wenn bis dahin alle kartellrechtlichen und sonstigen Prüfungen erfolgt sind. Dem vereinbarten Kaufpreis liegt ein Unternehmenswert von 1,2 Milliarden Euro zugrunde.

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EXPAL produziert unter anderem Munition für Artilleriesysteme und Flugabwehrgeschütze. Pro Jahr könnte das Unternehmen 250.000 bis 300.000 Artilleriegranaten herstellen, teilte Rheinmetall-Vorstandschef Papperger mit. Rheinmetall selbst komme auf eine Kapazität von rund 80.000 Stück.

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Mit der Übernahme könnte das „Nein“ der Schweizer bezüglich des Exports von „Gepard“-Munition umgangen werden. Ob diese im Sommer 2023 oder später in der Ukraine noch gebraucht wird, steht auf einem anderen Blatt. (he)

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