Nach dem Vorbild Großbritanniens: „Italexit“-Partei will Italien aus der EU führen
Rom. Der EU-kritische italienische Senator Gianluigi Paragone macht seine Ankündigung wahr: er will noch diese Woche seine neue Partei „Italexit“ aus der Taufe heben und mit ihr für den Austritt Italiens aus der EU kämpfen – nach dem Vorbild Großbritanniens. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
„Wir dürfen nicht länger von Ländern erpreßt werden, die das große Ansehen Italiens beleidigen“, erklärte der frühere Fernsehmoderator. Nur ein „wirklich souveräner Staat“ wie etwa Großbritannien könne die Wirtschaftskrise angehen, die die Corona-Pandemie ausgelöst habe. Zur der am Dienstag erzielten EU-Einigung auf Milliardenhilfen für Corona-gebeutelte Länder wie Italien sagte Paragone: „Die anderen wollen Europa ändern. Wir wollen raus.“
Paragone traf sich am Montag in London mit dem Brexit-Architekten Nigel Farage. Sein Parteiprojekt stützt er auch auf Umfragen, die auf eine weitverbreitete EU-Skepsis in der italienischen Bevölkerung schließen lassen. So gaben in einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts SWG von Ende Mai lediglich 39 Prozent der Befragten an, daß sie der EU noch vertrauten.
Paragone war Mitglied der Fünf-Sterne-Bewegung, verließ diese aber, als sie sich letztes Jahr auf ein Regierungsbündnis mit den proeuropäischen Sozialdemokraten einließ. (mü)
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