Nach Bidens Kurswechsel: Den USA droht eine neue Zuwandererlawine
Washington. Wie bestellt, so geliefert: nachdem die neue US-Regierung unter Präsident Trump in der Zuwanderungspolitik eine demonstrative Abkehr vom Grenzen-dicht-Kurs unter Amtsvorgänger Trump bekanntgegeben hat, sehen dies immer mehr Migranten aus Lateinamerika als Einladung in die USA. Das überfordert die US-Behörden nun offenbar. Illegale Grenzübertritte häufen sich. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Angesichts dieser Entwicklung hat die US-Regierung Migranten jetzt aufgefordert, sich derzeit nicht auf den Weg in Richtung USA zu machen. „Die Grenze ist nicht offen“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. „Jetzt ist nicht die Zeit zu kommen.“ Allerdings hat die Regierung Biden praktisch vom ersten Tag ihrer Geschäftsführung an gegenteilige Signale ausgesandt.
Psaki betonte, die große Mehrheit der Migranten werde auf Grundlage der Gesundheitsbestimmungen in der Coronavirus-Pandemie abgewiesen. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden stehe aber zu ihrem Prinzip, unbegleitete Minderjährige nach einem Grenzübertritt aus humanitären Gründen nicht zurückzuschicken.
Die Grenzschutzbehörde CBP hatte am Mittwoch mitgeteilt, ihre Mitarbeiter hätten allein im Februar 100.441 Personen beim versuchten Übertritt der Südgrenze aufgegriffen – stattliche 28 Prozent mehr als im Vormonat und fast dreimal so viele wie im Februar vergangenen Jahres. 72.113 Migranten seien wieder zurückgeschickt worden.
Die Biden-Regierung vermeidet es bislang noch, von einer „Krise“ an der Grenze zu Mexiko zu sprechen. Gleichwohl nannte Sprecherin Psaki die Situation „eine enorme Herausforderung“. (mü)
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