Nach anhaltender Rußland-Hetze: Russische Medienaufsicht stoppt „bild.de“

Nach anhaltender Rußland-Hetze: Russische Medienaufsicht stoppt „bild.de“

Berlin/Moskau. Da schäumt die „Bild“-Redaktion: nachdem die russische Medienaufsicht den Online-Auftritt der „Bild“-Zeitung in Rußland gesperrt hat, empört sich das Blatt über die vermeintliche Zensur. Sie „bestätigt uns in unserer journalistischen Arbeit für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte“, heißt es in einem Kommentar des Blattes vom Sonntag.

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Doch damit ist es nicht allzu weit her. Gerade „Bild“ läßt es seit Wochen an Boshaftigkeit und einseitiger Tendenzberichterstattung nicht fehlen. Vor zwei Wochen hatte der „Bild“-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges vor laufender Kamera kaum verklausuliert zur Ermordung des russischen Präsidenten Putin aufgerufen und wörtlich erklärt: „Er muß untergehen, und wer nicht sozusagen lebend ausgeschaltet wird, dann muß eben einer im Moskauer Machtsystem eine Pistole nehmen und der Sache ein ENDE bereiten.“

Jetzt haben die russischen Behörden genug von der Hetze der „Bild“-Zeitung. Die russische Kommunikationsaufsicht Roskomnadsor teilte am Sonntag mit: man folge dem Ersuchen der Generalstaatsanwaltschaft und verfüge die Sperrung des Online-Auftrittes der „Bild“-Zeitung für das Gebiet der Russischen Föderation. Ein Grund wurde nicht genannt.

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Deutsche Beschwerden über die Sperrung sind freilich fehl am Platz: erst vor wenigen Wochen wurden russische Medien wie RT und SNA (vormals: „Sputnik“) von der EU europaweit gesperrt, nachdem bereits zuvor die Medienaufsicht Berlin-Brandenburg den deutschsprachigen Sendebetrieb von RT.DE stoppte. (rk)

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