Moskau kritisiert NATO-Transporte durch Österreich: „Schleichende Erosion der Neutralität“

Moskau kritisiert NATO-Transporte durch Österreich: „Schleichende Erosion der Neutralität“

Wien/Moskau. Die ausufernden NATO-Militärtransporte durch Österreich zeigen außenpolitische  Wirkung – allerdings kaum im Sinne der Alpenrepublik. Auch Moskau spricht nun von einer „schleichenden Erosion“ der österreichischen Neutralität.

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Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ im Wiener Nationalrat hatte dieser Tage unglaubliche Zahlen offenbart. Demnach durchquerten seit Frühjahr 2022, als der russische Einmarsch in die Ukraine begann, sage und schreibe 1657 Militärtransporte der USA und anderer NATO-Länder Österreich (wir berichteten), und 1719 US-Kampfjets durchflogen den österreichischen Luftraum – sieben sogar ohne offizielle Genehmigung.

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In Rußland stoßen diese Aktivitäten auf Unmut. Sie lassen sich mit der „immerwährenden Neutralität“, zu der sich die Alpenrepublik 1955 bei der Entlassung in die Souveränität verpflichtete, schwer in Einklang bringen. Die russische Botschaft in Österreich bekundete denn auch ihr Mißfallen angesichts der exzessiven NATO-Transporte. Auf ihrem offiziellen Telegram-Kanal schreibt sie: „Die Zahlen und konkreten Taten sprechen Bände, trotz Versicherungen österreichischer Politiker, daß keine Lieferungen militärischer Güter direkt an Kriegsparteien durch das Land erfolgen.“

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Für Botschafter Ljubinskij ist klar: „Die schleichende Erosion der immerwährenden Neutralität wird somit entgegen den Erwartungen der Mehrheit der Österreicher immer offensichtlicher.“ (mü)

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