Moskau erwartet von Merz nichts Gutes: „Russophob“ und „vom Ukraine-Virus infiziert“

Moskau erwartet von Merz nichts Gutes: „Russophob“ und „vom Ukraine-Virus infiziert“
Bild von Jörn Heller (tvjoern) auf Pixabay/gemeinfrei

Moskau/Berlin. Die mutmaßliche künftige Merz-Regierung stößt in Rußland auf wenig Wohlwollen. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti bezeichnete ihn denn auch bereits am Sonntag als „konsequenten Russenfeind“. RIA-Analyst Kirill Strelnikow erinnerte zurecht daran, daß Merz angekündigt hat, der Ukraine den deutschen Marschflugkörper „Taurus“ liefern zu wollen – im Gegensatz zu Scholz.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Merz sei aber nicht nur erklärter Feind Rußlands, sondern vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geradezu mit dem „Virus des Ukrainismus“ infiziert worden, weshalb er sich nun sogar gegen Trump wende, heißt es in Strelnikows Analyse weiter. Merz sei außerdem aus „Pragmatismus“ und wegen seiner früheren Tätigkeiten beim US-Vermögensverwalter Blackrock „russophob“, stellt Strelnikow fest.

US-Präsident Trump habe unterdessen „einen Prozeß in Gang gesetzt, in dessen Folge sowohl good old Germany und ganz Europa unwiderruflich zerstört werden wird“, fährt die RIA-Analyse fort. Trump werde Merz, der Trumps Annäherung an Moskau und die US-Einmischungen in den deutschen Wahlkampf zuletzt scharf kritisiert hatte, für die Widerworte bestrafen. Dafür könnte Trump bald etwa „offen die AfD unterstützen, die alle Chancen hat, die nächste Wahl zu gewinnen“, schreibt Strelnikow.

Den Wahlausgang selbst kommentierte der Kreml zunächst nicht. Am Montag erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow aber, man hoffe auf einen „nüchternen Blick auf die Realität“ in Berlin, für weitere Aussagen sei es jedoch zu früh.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Andere russische Stimmen erhoffen sich nichts Gutes von der nächsten Bundesregierung. „Angesichts der Aggressivität von Merz gegenüber Rußland sind dramatischere Szenarien in Form einer noch aktiveren Beteiligung Deutschlands am Krieg möglich“, erklärte etwa der russische Senator Alexej Puschkow. Mit Merz habe sich Deutschland für den weiteren „Niedergang“ entschieden. „Das bedeutet, daß Deutschland noch Raum zum Abstieg hat“, prognostiziert Puschkow laut RIA.

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Föderationsrates, Konstantin Kossatschow, hebt unterdessen auf den Wahlerfolg der AfD ab – und daß das Berliner Altparteienkartell diese krampfhaft von der Regierung fernzuhalten versucht: „Etwa ein Drittel der Wählerschaft hat für Parteien gestimmt, die die derzeitige Politik des Landes gegenüber Rußland und der Ukraine nicht teilen“, erklärte der Ratssprecher. Doch ausgerechnet diese Parteien würden nun in der „vorbildlichen deutschen Demokratie“ bewußt von der Macht ferngehalten, kritisiert er. Deutschlands Probleme würden mit Merz im Kanzleramt bestehen bleiben, ist sich Kossatschow sicher. (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

Kommentare