Moskau aktualisiert „Karaganow-Doktrin“: Was passiert, wenn Russen im Ausland drangsaliert werden?
Moskau. Ein Dokument mit Zündstoff: der russische Präsident Putin hat jetzt eine neue außenpolitische Doktrin gebilligt, die auf dem Konzept der „russischen Welt“ („Russkij Mir“) basiert. Rußland sehe sich demnach vor die Aufgabe gestellt, „die Traditionen und Ideale der russischen Welt zu schützen, zu bewahren und zu fördern“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten 31 Seiten langen Dokument.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Und weiter: „Die Russische Föderation unterstützt ihre im Ausland lebenden Landsleute bei der Durchsetzung ihrer Rechte, um den Schutz ihrer Interessen und der Bewahrung ihrer russischen kulturellen Identität sicherzustellen.“
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Das Konzept der „russischen Welt“ wurde maßgeblich 2005 vom russischen Geopolitiker und Publizisten Sergei Alexandrowitsch Karaganow formuliert und bietet der russischen Regierung seither eine Handhabe zur Unterstützung russischsprachiger Gruppen im Ausland. Putin hat wiederholt auf die etwa 25 Millionen Russen hingewiesen, die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 in den daraus hervorgegangenen unabhängigen Staaten leben.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Künftig – und vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit dem Westen – könnte die jetzt aktualisierte Doktrin aber nicht nur für frühere Sowjetrepubliken wie Kasachstan oder die Baltenrepubliken, sondern auch für westeuropäische Länder wie Deutschland bedeutsam werden. Allein in Deutschland leben derzeit rund 235.000 russische Bürger. Sie sehen sich seit Beginn des Krieges in der Ukraine wachsender Anfeindung und Diskriminierung ausgesetzt. Es ist nicht auszuschließen, daß sich der Kreml im Falle einer Verschlimmerung ihrer Situation zum Handeln veranlaßt sehen und sich dabei auf die aktualisierte Karaganow-Doktrin berufen könnte. (mü)
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare