Mit Geld gegen „Flüchtlings“massen: EU-Delegation verhandelte in Tunis
Tunis. Die EU simuliert Aktivismus an der tunesisch-italienischen Migrationsfront. Denn in den letzten Monaten hat sich vor allem Tunesien als neuer „Hotspot“ erwiesen – nach offiziellen italienischen Angaben kamen dieses Jahr bisher 6.727 Tunesier nach Italien. Viele von ihnen landen in Sizilien und auf Lampedusa an. In den betroffenen Städten sorgt das für wachsenden Unmut. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Bei einem Treffen in der Hauptstadt Tunis einigten sich jetzt die EU-Kommission und Italien darauf, Tunesien bei der Schaffung von Arbeitsplätzen zu unterstützen und so junge Menschen von weiteren Fluchtversuchen abzuhalten.
„Der Besuch wird mehr Druck auf Tunesien ausüben, um die illegale Einwanderung zu stoppen“, kommentierte Ramadan Ben Omar Al-Awad vom Tunesischen Forum für ökonomische und soziale Rechte (FTDES) das Treffen in Tunis.
Der tunesische Präsident Kais Saied empfing dabei den italienischen Außenminister Luigi Di Maio und die italienische Innenministerin Luciana Lamorguez, außerdem EU-Innenkommissarin Ylva Johansson und Nachtbarschaftskommissar Oliver Varhelyi. Italien sagte zu, insbesondere Jugend-Hilfsprogramme finanzieren zu wollen. Außenminister Di Maio bestand jedoch darauf, daß Migranten, die illegal nach Italien kämen, zurückgeschickt würden. (mü)
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