Mit Blick auf die Hagia Sofia: Österreichische Integrationsministerin warnt vor politischem Islam
Wien. Anders als die deutsche Bundesregierung hat die österreichische Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) die Rückumwandlung der Hagia Sofia in eine Moschee mit Nachdruck kritisiert. Die Ministerin nutzte die Gelegenheit, einmal mehr vor dem politischen Islam zu warnen. Wer immer noch behaupte, daß es diesen nicht gebe, der müsse nur einen Blick nach Istanbul werden, sagte die Ministerin. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Und weiter: „Seit Jahrzehnten stand die Hagia Sophia als Museum Millionen Menschen aller Kulturen und Religionen offen und war ein wichtiges und schönes Symbol für das friedliche Zusammenleben.“ Daß der türkische Präsident Erdogan sie nun für seine politischen Zwecke mißbrauche und in eine Moschee umwandeln ließ, zeige deutlich, daß hier nicht die Religion im Vordergrund stehe, sondern eine „spaltende politische Ideologie“.
Aus Integrationssicht sei dabei besonders gefährlich, daß sich der Einfluß des politischen Islam aus Ländern wie der Türkei bis nach Österreich erstrecke.
Mit der erst vor kurzem ins Leben gerufenen Dokumentationsstelle für den politischen Islam gebe es inzwischen eine Stelle, die sich unabhängig und wissenschaftlich mit dieser „gefährlichen Ideologie“ auseinandersetzen und einschlägige Vereine und Netzwerke analysieren und aufdecken werde. „Damit schließen wir eine Lücke im Kampf gegen den politischen Islam in Österreich“, so Raab. (mü)
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