Militär-Imam unerwünscht: Identitäre zeigen mit Banner zum Nationalfeiertag Gesicht - „Keinen Imam beim Heer!“
Wien. In Österreich sorgt die kürzliche Abberufung des bosnischen Militär-Imams Abdulmedzid Sijamhodzic weiter für Aufregung. Anläßlich des österreichischen Nationalfeiertages thematisierten die „Identitären“ den Skandal jetzt mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion. Im Rahmen der Feierlichkeiten, die auch im Fernsehen übertragen wurden, entrollten Aktivisten am Heldenplatz ein Banner mit der Aufschrift „Keinen Imam beim Heer!“ Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, daß Sijamhodzic auf seiner Facebook-Seite Sympathien für die ehemalige „Dschihad-Bewegung“ in Bosnien verbreitet haben soll. „Die Zusammenarbeit ist mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres beendet“, erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Freitag dazu. 2015 hatte Sijamhodzic als damals neu installierter Militär-Imam noch zum Nationalfeiertag bei der Rekruten-Vereidigung sprechen dürfen.
Sijamhodzic wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe inzwischen zurück. Er habe Dschihadistenvideos „nie in meinem Facebook-Auftritt geteilt, noch teile ich diese Ideologie“, sagte er gegenüber Ö1. (mü)
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