Migrationsforscher Koopmans: „Die Grünen verhindern eine Steuerung der Migration“
Berlin. Ruud Koopmans, Professor an der Berliner Humboldt-Universität, ist nicht nur einer der prominentesten Migrationsexperten, sondern auch einer der schärfsten Kritiker der Zuwanderungspolitik der „Ampel“. Doch die aktuellen Grenzkontrollen, die Bundesinnenministerin Faeser (SPD) verfügt hat, finden seine Unterstützung. Deutschland könnte, sagte er jetzt in einem Interview, zurecht „auf seine strukturelle Überlastung verweisen, die seit langem deutlich höher ist als in anderen EU-Staaten“.
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Es sei sogar vertretbar, zeitweise gar keine Menschen mehr ins Land zu lassen, „wenn das politisch gewollt ist. Das Ziel wäre dann ausgleichende Gerechtigkeit in der Europäischen Union. Weil Deutschland etwas Luft zum Atmen braucht.“
Allerdings seien Faesers Grenzkontrollen „vor allem Symbolpolitik“. Denn über Frankreich, Dänemark oder die Niederlande kommen vergleichsweise wenige Illegale nach Deutschland, ruft Koopmans in Erinnerung: „Diese Zahlen sind nicht der Rede wert im Vergleich zur Migration über Polen, Tschechien, Österreich und die Schweiz.“
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Dann rechnet der Berliner Forscher mit den Grünen ab. Sie seien der Hauptfaktor dafür, daß die deutsche Migrationspolitik unausgegoren und ineffizient bleibt: „Vor allem die Grünen verhindern eine Steuerung der Migration. Sie befürworten nur Maßnahmen, die neue Migrationswege schaffen, aber sind nicht bereit dafür, die irreguläre Migration einzudämmen.“ Es sei aber unabdingbar, die illegale Zuwanderung einzudämmen – nur so könne sich Deutschland künftig überhaupt noch Zuwanderung erlauben. (rk)
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