Migrantenkrise vor Lampedusa: Ex-Innenminister Salvini meldet sich zu Wort

Rom/Lampedusa. In der aktuellen italienischen „Flüchtlings“krise hat sich jetzt der frühere Innenminister und Lega-Vorsitzende Matteo Salvini zu Wort gemeldet. Er betonte, daß eine eigenständige nationale Entscheidung notwendig sei, da Italien nicht auf die Solidarität und Kooperation der anderen Mitgliedsstaaten warten könne. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

„Wir fordern von Ministerpräsident Mario Draghi eine ähnliche Verteidigung wie andere europäische Länder“, erklärte Salvini, nachdem am vergangenen Wochenende weitere 2.000 Migranten auf der Insel Lampedusa angelandet wurden.

Sowohl die rechte Lega als auch die linke Demokratische Partei fordern von Ministerpräsident Draghi eine neue Migrationspolitik. „Wir fordern von Ministerpräsident Mario Draghi eine ähnliche Verteidigung wie von Seiten anderer europäischer Länder“, sagte Salvini vor der Presse, und: „Die Situation ist unhaltbar, und die Lösung der Einwanderungskrise ist eine Frage der politischen Entschlossenheit. Kein Land steht so sehr unter Druck wie Italien, und doch sind wir auf uns allein gestellt.“

Die in der Opposition verbliebene Partei Fratelli d’Italia unter Führung von Giorgia Meloni forderte von der Regierung eine sofortige Blockade der italienischen Küsten, um die Masseneinwanderung zu stoppen. Laut Meloni ist es an der Zeit, offen über die Migrationskrise in Italien zu sprechen, wofür Innenministerin Luciana Lamorgese zuständig sei.

Seit Jahresbeginn haben sich bereits 13.000 Illegale auf den Weg gemacht, um in Italien ein besseres Leben zu suchen. Angesichts des guten Wetters gehen die Migrantenzahlen schon seit geraumer Zeit wieder steil nach oben. Allerdings gibt es in der italienischen Regierung keinen Konsens darüber, wie die Migrationskrise angegangen werden soll. (tw)

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