Merkels Ex-Militärberater: Für die Ukraine sieht es nicht gut aus

Merkels Ex-Militärberater: Für die Ukraine sieht es nicht gut aus

Berlin. Auch eingeschworene Ukraine-Unterstützer verlieren inzwischen den Glauben an mögliche Erfolgsaussichten Kiews im seit fast vier Monaten dauernden Krieg. Zu den Skeptikern gehört auch der frühere Berater von Ex-Kanzlerin Angela Merkel, Brigadegeneral a.D. Erich Vad. Er warnt zudem vor einem Ende der Verhandlungsmöglichkeiten.

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Vad sieht die russische Armee mittlerweile logistisch klar im Vorteil. Zwar kämpften die ukrainischen Streitkräfte mit westlichen Waffen wie Panzer- und Flugabwehrraketen „tapfer“, allerdings habe Rußland die „Eskalationsdominanz“, erklärte er im Interview mit dem „Stern“: „Sie können beliebig viele Soldaten, Kampfpanzer, Schützenpanzer, Flugzeuge nachschieben. Sie haben ihre logistische Basis direkt hinter sich, im Hinterland.“ Ein solches Privileg genieße die Ukraine nicht. Zudem habe Rußland die „Luftherrschaft im gesamten Raum“. All das mache das militärische Operieren für die ukrainische Seite zur Herausforderung, so Vad.

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Dennoch spricht Kiew von einer Armee von einer Million Mann, die die russischen Truppen mit einem Gegenangriff aus der Südukraine vertreiben und das Gebiet zurückerobern soll. Ex-General Vad hält das für nicht realistisch. „Die Russen kontrollieren ja weitgehend die Schwarzmeerküste auch“, unterstreicht er. Und: diplomatische Verhandlungen könnten für Moskau bald überflüssig werden.

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Würde jetzt das letzte Zeitfenster für Verhandlungen ungenutzt verstreichen, werde Rußland schon allein militärisch keine Rücksichten mehr nehmen müssen. „Dann haben sie ihre Ziele auf militärischem Wege erreicht, und dann brauchen sie auch nicht mehr zu verhandeln“, stellt der General a.D. fest. Rußland könnte sich die gesamte Region einverleiben. (mü)

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