Melonis Migrationspolitik auf dem Prüfstand: Wieder deutlich mehr lllegale
Rom. Der Erfolg der italienischen Regierung unter Ministerpräsidentin Meloni war nur von kurzer Dauer: an den italienischen Küsten sind im April 2024 wieder deutlich mehr Illegale angekommen als im Vorjahresmonat. Die Behörden verzeichneten 6.400 Anlandungen – ein Anstieg um 35 Prozent gegenüber April 2023, als 4.721 Migranten registriert wurden. Diese Entwicklung steht in Kontrast zu den zuvor gemeldeten Rückgängen: Anfang April hatte Innenminister Matteo Piantedosi noch von einem Rückgang der Ankünfte um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesprochen.
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Insgesamt wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres bereits 15.543 Anlandungen registriert. Diese Zahl entspricht in etwa dem Niveau des Vorjahreszeitraums, als rund 16.000 Migranten in Italien eintrafen.
Besonders betroffen ist wieder die Insel Lampedusa, wo allein fast 1.000 Menschen ankamen. Laut der Zeitung „Il Fatto Quotidiano“, die sich auf Angaben des italienischen Innenministeriums beruft, stammt die Mehrheit der dort Angekommenen aus Bangladesch, gefolgt von Eritrea. Weitere wichtige Herkunftsländer sind Pakistan, Ägypten, Syrien, Äthiopien, Sudan, Somalia, Tunesien und Mali.
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Auffällig ist lediglich der deutliche Rückgang der Ankünfte aus Tunesien: die Zahl der tunesischen Migranten sank um zehn Prozent auf nur noch 1,5 Prozent aller Anlandungen. Als Grund dafür nennt die Zeitung das bislang einzige funktionierende Rücknahmeabkommen zwischen Rom und Tunis. (mü)
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