Meinungsfreiheit auf dünnem Eis: Mehrheit der Deutschen fühlt sich unfrei

Meinungsfreiheit auf dünnem Eis: Mehrheit der Deutschen fühlt sich unfrei

Allensbach. Es gibt inzwischen jede Menge Indikatoren dafür, daß sich die Deutschen in Deutschland längst nicht mehr frei fühlen. Vor allem die Freiheit des Wortes und der Meinung sehen viele mittlerweile gefährdet – und haben gute Gründe dafür.

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Jetzt gibt es eine neue Umfrage. Sie hat besonderes Gewicht, denn sie kommt direkt vom renommierten Allensbach-Institut, der ersten Demoskopie-Adresse in Deutschland. Demnach ist nicht einmal mehr jeder zweite Deutsche der Ansicht, daß man seine Meinung hierzulande noch frei äußern kann. Laut dem „Freiheitsindex 2022“ des Instituts bejahen diese Aussage nur noch 48 Prozent. Außerdem äußern 37 Prozent der Befragten, also schon mehr als ein Drittel, ihre Meinung nur noch „vorsichtig“. Insgesamt fühlt sich eine Mehrheit der Deutschen unfrei. Nur 45 Prozent gaben an, sich „frei“ zu fühlen.

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Bemerkenswert ist allerdings auch, daß vielen die Freiheit gar nicht so wichtig ist:  41 Prozent, vier Prozent mehr als 2021, erklären laut Allensbach, daß sie sich im Zweifel nicht für mehr Freiheit, sondern für mehr Gleichheit und soziale Gerechtigkeit entscheiden würden. Nur 47 Prozent ist die Freiheit wichtiger – das sind drei Prozent weniger als vor einem Jahr. (he)

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