MDR-Umfrage: Drei Viertel der Mitteldeutschen halten die Panzer-Entscheidung für falsch
Dresden. Die von der Ampel-Regierung nunmehr beschlossene Lieferung von „Leopard“-Kampfpanzern an die Ukraine ist äußerst umstritten. Die Mehrheit der Deutschen hält sie aktuellen Umfragen zufolge für falsch. Besonders groß ist der Unmut in Mitteldeutschland. Dort wird sie einer MDR-Online-Erhebung zufolge von rund drei Viertel der Bevölkerung abgelehnt. An der Umfrage nahmen mehr als 28.000 Menschen teil. Tausende Kommentare haben den Sender nach eigenen Angaben erreicht und „geben tiefen Einblick in die Gemütslage der Menschen hinter den Zahlen“.
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Der MDR weist darauf hin, daß die Ergebnisse der Umfrage nach streng demoskopischen Maßstäben zwar nicht repräsentativ seien, es handle sich aber um eine „gewichtete Befragung“, die die Stimmungslage realistisch abbilde. Seit Montagabend haben dem Sender zufolge 28.198 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an der Befragung teilgenommen.
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Insgesamt halten demnach rund drei Viertel der Teilnehmer die Panzer-Entscheidung der Bundesregierung für falsch. Die allermeisten von ihnen – 80 Prozent – befürchten, daß Deutschland damit zur Kriegspartei werde, teilte der MDR mit.
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Die Sorge vieler Menschen: die Kampfpanzerlieferungen könnten dazu beitragen, daß der Krieg verlängert wird. Knapp zwei Drittel sind dieser Ansicht. Daß der Krieg dadurch schneller vorbei sein könnte, denken dagegen nur 13 Prozent. Nur 16 Prozent vermuten, daß die Auslieferung der Leopard-2-Panzer keine Auswirkungen auf den weiteren Kriegsverlauf haben wird. Rund ein Drittel der Befragten fordert sogar, daß sich Deutschland komplett aus dem Krieg heraushält und die Ukraine nicht unterstützt. Die Beziehungen zu Rußland seien wichtiger. (rk)
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