MDR bevormundet sein Publikum: „Winnetou“ künftig nur noch mit Erklär-Hinweisen

MDR bevormundet sein Publikum: „Winnetou“ künftig nur noch mit Erklär-Hinweisen

Leipzig. Der politisch korrekte „Winnetou“-Exorzismus treibt immer absurdere Blüten. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will nun Karl-May-Filme im Programm, die angeblich „rassistische Stereotypen“ beinhalten, mit „einordnenden Hinweisen versehen“.

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„Es handelt sich um einordnende Hinweise, welche die Filme entsprechend unserer Aufgabe als modernes multimediales öffentlich-rechtliches Medienhaus in einen zeitgemäßen Kontext setzen”, ließ der MDR jetzt die Nachrichtenagentur dpa wissen. Es gebe Filmproduktionen aus der Vergangenheit, die heute in der Öffentlichkeit kritisch diskutiert würden.

Auch in Zukunft wolle der MDR die in der Öffentlichkeit diskutierten Produktionen, wie etwa DEFA-Filme, senden, hieß es weiter. „Wichtig dabei ist aus unserer Sicht jedoch auch eine begleitende Berichterstattung und zeitgemäße Einordnung, die eine Debatte ermöglicht, die dem Thema gerecht wird.” Man werde diese Berichterstattung gewährleisten und fortführen.

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Neben den Hinweisen würden auch weitere Möglichkeiten, wie beispielsweise Text-Tafeln diskutiert, erklärte der öffentlich-rechtliche Sender: „Dazu sind unsere Redaktionen aktuell im Austausch.”

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Von „einordnenden Hinweisen“ sind weltweit auch schon andere Produktionen betroffen, die den Linksliberalen gegen den Strich gehen. Prominentestes Opfer ist der Filmklassiker „Vom Winde verweht“ von 1939. Er ist heutigen Gesinnungszensoren wegen der – historisch völlig korrekten – Darstellung der früheren amerikanischen Südstaaten ein besonderer Dorn im Auge. (mü)

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