Massenarmut voraus: „60 Prozent der deutschen Haushalte sind nicht mehr ‚sparfähig‘“
Berlin. Die Katastrophenprognosen reißen nicht ab. Jetzt warnen die Banken davor, daß ein Großteil der Bundesbürger künftig wegen der rasant steigenden Lebenshaltungskosten an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit stoßen werden. Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis ließ die „Welt am Sonntag“ wissen: „Wir rechnen damit, daß wegen der deutlichen Preissteigerung perspektivisch bis zu 60 Prozent der deutschen Haushalte ihre gesamten verfügbaren Einkünfte – oder mehr – monatlich für die reine Lebenshaltung werden einsetzen müssen.“
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„Dieser Teil der Bevölkerung ist dann schlicht nicht mehr sparfähig.“ Bei 40 Millionen Haushalten bundesweit wäre davon also 24 Millionen Haushalte betroffen. Vor einem Jahr waren laut Sparkassen-Vermögensbarometer lediglich 15 Prozent nicht in der Lage, Geld zurückzulegen. Die Sparkassen-Gruppe selbst hat 50 Millionen Kunden.
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Auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken beobachtet man einen schrumpfenden Spielraum der Kunden. „Die hohe Inflation entzieht den Verbrauchern Kaufkraft, dadurch sinkt die Sparfähigkeit“, sagte Andreas Martin, Vorstand des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). (rk)
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