Marine Le Pen im Wahlkampf-Auftakt: „Es gibt kein europäisches Volk“
Paris. Wenige Monate vor den franzöischen Präsidentschaftswahlen schaltet auch die Vorsitzende des Rassemblement National (vormals Front National), Marine Le Pen, in den Wahlkampfmodus. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 18. Januar erläuterte sie vor Medienvertretern ihre Europa-Vision und die Grundzüge ihres Programms, das einen Gegenentwurf zum „beunruhigenden“ Projekt von Präsident Macron bieten soll. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Die langjährige Europaabgeordnete und frühere FN-Chefin möchte ein „europäisches Bündnis der Nationen“ aufbauen, ein Ziel, das „im Gegensatz zu dem von Emmanuel Macron vertretenen steht“. Mit der EU ging die rechte Kandidatin nicht zuletzt wegen deren ineffizienten Grenzregimes hart ins Gericht. Auch den französischen Präsidenten Macron – den sie als „Faktotum von Frau Merkel“ bezeichnete – kritisierte sie und warf ihm vor, er wolle „unseren Verteidigungsapparat auf Gegenseitigkeit stellen, insbesondere mit den Deutschen, von denen uns alles trennt“ (sic!). Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Allerdings bejaht auch Marine Le Pen die Notwendigkeit einer „Zusammenarbeit zwischen den europäischen Nationen“, wenn die Interessen übereinstimmen. Brüssel hingegen wolle „alles auslöschen, was uns an unsere Wurzeln und unsere Identität erinnern könnte“, und „seine Gesetze über die Verfassungen der Staaten stellen“. Ihre besondere Solidarität gelte deshalb den Regierungen in Warschau und Budapest, die sich „weigerten, sich dem Brüsseler Diktat zu unterwerfen“. Marine Le Pen zufolge wird es „keine europäische Souveränität geben, weil es kein europäisches Volk gibt“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Sollten die Franzosen ihre Kandidatur unterstützen, werde sie nicht nur „Frankreich vor der organisierten Dekonstruktion retten, sondern auch Europa vor einer programmierten demografischen Unterwanderung“, fügte sie hinzu. Der erste Durchgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich findet am 10. April statt. (mü)
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