Marine Le Pen gegen Macron: „Der Krieg in der Ukraine ist nicht unser Krieg!“
Paris. Die französische Regierung unter Präsident Macron dreht immer unverhohlener an der Eskalationsschraube. Während Macron selbst seine Pläne, französische Bodentruppen zum Kampfeinsatz in die Ukraine zu schicken, ein ums andere mal bekräftigt, hat der französische Oberst a.D. Vincent Arbaretier jüngst im Fernsehsender LCI sogar schon konkrete Einsatzszenarien vorgestellt.
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Die rechte Opposition im französischen Parlament hält mit Nachdruck dagegen. Marine Le Pen, Spitzenkandidatin des Rassemblement National (vormals Front National) zur Europawahl im Juni, warf Macron jetzt in einem Interview des Senders France Inter vor, den Krieg in der Ukraine für seine eigenen politischen Zwecke zu nutzen und dabei eine Eskalation zu riskieren.
Marine Le Pen widersprach in diesem Zusammenhang auch der offiziellen Pariser Linie und unterstrich, daß durch den Krieg keinerlei französische Interessen berührt seien: „Wenn ich glauben würde, daß eine Bedrohung für die lebenswichtigen Interessen Frankreichs durch den Konflikt in der Ukraine besteht, würde ich den Krieg unterstützen. Aber ich glaube, daß die lebenswichtigen Interessen Frankreichs nicht gefährdet sind.“
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Le Pen vertrat außerdem die Ansicht, daß Kiew ohne die Unterstützung durch die NATO den Krieg nicht gewinnen könne. Zugleich machte sie aber deutlich, daß sich das westliche Militärbündnis nicht in den Konflikt einmischen solle. Dabei sei Macron bei weitem nicht der Einzige, der an der Eskalation beteiligt sei, stellte sie fest. (mü)
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