Marine Le Pen dicht hinter Macron: Im zweiten Wahlgang ist noch alles drin
Paris. Nach dem ersten Durchgang der französischen Präsidentschaftswahlen ist für das rechte Lager noch (fast) alles möglich: Marine Le Pen, die Kandidatin des Rassemblement National, lag nach ersten Hochrechnungen am Sonntagabend vier Prozent hinter Amtsinhaber Macron. Der andere Bewerber aus dem rechten Lager, Éric Zemmour, kam demgegenüber nur auf sieben Prozent. Auch die bürgerliche Kandidatin Valérie Pécresse blieb bei fünf Prozent hängen.
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Marine Le Pen pochte in einer ersten Reaktion auf Frankreichs Selbstständigkeit und Werte. Für die Stichwahl hätten sich „zwei entgegengesetzte Visionen der Zukunft“ durchgesetzt, sagte sie am Sonntagabend. Sie vertrete „die soziale Gerechtigkeit rund um das jahrtausendealte Konzept von Nation und Volk“. Sie werde die nationale Unabhängigkeit und die Möglichkeit der einfachen Franzosen sicherstellen, für sich selber zu entscheiden. „Ich werde Frankreich in fünf Jahren in Ordnung bringen“, versprach sie.
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Noch ein interessanter Aspekt des ersten Wahlgangs: für die einstigen französischen Volksparteien, Sozialisten ebenso wie Konservative, wurde die Stimmabgabe zum Desaster. Die Sozialisten (PS), die von 2012 bis 2017 mit François Hollande noch den Präsidenten gestellt hatten, stürzten mit ihrer Kandidatin, der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, auf rund 2 Prozent ab.
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Unmittelbar nach dem Schließen der Wahllokale gaben die unterlegenen Kandidaten ihre Stimmempfehlungen für den zweiten Wahlgang ab. Für Marine Le Pen sprach sich nur Zemmour aus, dessen Wahlkampfteam auch Marion Maréchal angehört, Nichte von Marine Le Pen. Sie erklärte: „Emmanuel Macron ist der Hauptgegner. Er ist der Präsident der massiven Einwanderung, der Präsident der Unsicherheit, der Präsident der Deindustrialisierung.“ Der zweite Wahlgang findet am 24. April statt. (mü)
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