MAD weitet Bespitzelung von Soldaten aus: Derzeit 712 „Verdachtsfälle Rechtsextremismus“
Berlin. Die Bundeswehr leidet zwar seit vielen Jahren unter marodem Material, das im Ernstfall nicht einsatztauglich ist. Aber das größte Problem der Bundeswehr ist – der „Rechtsextremismus“. Jetzt informierte das Bundesverteidigungsministerium in einer vertraulichen Sitzung darüber, daß der Militärische Abschirmdienst (MAD) seine Ermittlungen gegen „rechtsextreme“ Soldaten deutlich ausgeweitet habe. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Demnach bearbeitet der Bundeswehr-Geheimdienst derzeit 712 sogenannte „Verdachtsfälle Rechtsextremismus“. Seit August ist die Zahl damit von 638 um gut zehn Prozent gestiegen. Die Bundeswehr hat derzeit 185.198 aktive Soldaten – davon 23.049 Frauen. Die Verdachtsfälle machen somit 0,38 Prozent aller aktiven Bundeswehrsoldaten aus.
Als „Verdachtsfall“ stuft der MAD Soldaten ein, gegen die entweder eigene Erkenntnisse vorliegen oder die von anderen Bundeswehrsoldaten denunziert worden sind. Bestätigt sich der Verdacht durch die Ermittlungen des Truppengeheimdienstes, strebt die Bundeswehr entweder Disziplinarverfahren gegen die Soldaten an oder versucht, sie aus der Truppe zu entlassen. Faktisch handelt es sich in der Regel um patriotische Grundeinstellungen, die für jede Armee der Welt selbstverständlich, in der Bundeswehr jedoch unerwünscht sind.
Erst im Frühsommer hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) eine Kompanie des KSK aufgelöst, da sich dort „Verdachtsfälle“ gehäuft hatten. (rk)
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