Machetenmord an Österreicher in Südafrika: Das Opfer war „nur“ Weißer

Pretoria/Balgowan. Eine Horrortat, im „multikulturellen“ Post-Apartheid-Südafrika aber keine Seltenheit: im Juni wurde der Salzburger Auswanderer Eduard N. in seinem Bratwurst-Lokal in Balgowan in der Provinz Natal von einem maskierten Räuber mit einer Machete ermordet (ZUERST! berichtete). Der 67jährige hatte sich für seine Freundin geopfert, der die Flucht gelang. Diese übt nun Kritik an der Ermittlungsbehörde. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

„Ich höre noch immer seine Schreie – während ich geflüchtet bin. Ich frage mich, was passiert wäre, wenn ich nicht davongerannt wäre“, wird die Überlebende in einem Interview zitiert. Ihr schwerstverletzter „Edi“ hatte sich nach der ersten Attacke des Macheten-Mörders ins Haus geschleppt und den Angriff auf sie verhindert.

Unmittelbar nach der Bluttat signalisierten die Behörden Aktivismus – man arbeite rund um die Uhr an dem Fall und habe auch bereits einen Verdächtigen im Visier, so das erste Statement der örtlichen Polizeibehörde nach dem Mord. Inzwischen sind drei Monate vergangen, und noch immer ist der Täter auf freiem Fuß.

Die überlebende Partnerin des Ermordeten kann das nicht verstehen. „Der Mörder hat eine Sturmhaube und Handschuhe getragen. Ich könnte ihn nicht identifizieren, wenn er neben mir stehen würde. Aber was macht die Polizei? Wir haben seit zwei Monaten nichts mehr gehört. Es würde uns schon viel bedeuten, wenn wir wüßten, daß sie noch ermitteln.“ Doch darauf kann man sich nicht verlassen. Ermordete Weiße gehören in Südafrika beinahe zur Tagesordnung. Doch hier schweigt die Weltöffentlichkeit. (mü)

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