Lust auf Weltkrieg? Kaczynski will US-Atomwaffen in Polen
Warschau/Brüssel. Polen gefällt sich wieder einmal in der Rolle des Kriegstreibers – und betreibt damit ein gefährliches Spiel. Jetzt hat sich der stellvertretende polnische Regierungschef und PiS-Parteichef Jaroslaw Kaczynski – der als der eigentliche „starke Mann“ der polnischen Politik gilt – für noch mehr NATO-Soldaten in Osteuropa und für amerikanische Atomwaffen auf polnischem Territorium ausgesprochen.
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„Polen würde es begrüßen, wenn die Amerikaner künftig ihre Präsenz in Europa wegen der zunehmenden Aggressivität Rußlands von derzeit 100.000 Soldaten auf 150.000 Soldaten erhöhen würden“, sagte Kaczynski in einem Interview der „Welt am Sonntag“. „Davon sollten 75.000 Soldaten fest an der Ostflanke, also an den Grenzen zu Rußland, stationiert werden, 50.000 Soldaten allein im Baltikum und in Polen.“
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Auch eine dauerhafte Stationierung von amerikanischen Atomwaffen in Polen brachte Kaczynski in diesem Zusammenhang ins Spiel – also genau die gleiche Konstellation, die der ukrainische Präsident Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar für sein Land ins Spiel gebracht hatte. Es sei sinnvoll, die „nukleare Teilhabe auf die Ostflanke auszuweiten“, sagte Kaczynski.
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Er fügte hinzu: „Wenn die Amerikaner uns bitten würden, US-Atomwaffen in Polen einzulagern, so wären wir dafür aufgeschlossen. Es würde die Abschreckung gegenüber Moskau deutlich verstärken.“ Im Moment stelle sich diese Frage nicht, „aber das kann sich bald ändern.“ (mü)
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