London plant Asylrechtsreform: Illegale erhalten grundsätzlich kein Asyl mehr

London. Das britische Innenministerium will nach dem Brexit sein Asylsystem gründlich reformieren. Das machte die britische Innenministerin Patel jüngst in einem Interview deutlich. Kernpunkt ist dabei, daß Illegalen ab nächstem Jahr grundsätzlich das Asyl in Großbritannien verweigert werden soll. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

In dem Interview mit der „Sunday Times“ kündigte die Ministerin an, daß die britische Regierung in Kürze ein zweistufiges System einführen werde, wonach Migranten die Einreise verweigert wird, falls diese kriminelle Banden anheuern, um sie an die britische Küste zu schmuggeln, oder wenn sie für ein Asylverfahren aus anderen Gründen nicht Frage kommen.

Patel charakterisierte das aktuelle britische Asylsystem als völlig zusammengebrochen. Das künftige „Gesetz über faire Grenzen“ soll legale Einreisewege für diejenigen schaffen, die echte Asylansprüche haben. Jeder, der bei der illegalen Einreise ins Land erwischt wird, wird aber abgewiesen. Die britische Regierung hofft auch, die Flut an Berufungsverfahren eindämmen zu können, wenn Asylanträge abgelehnt werden.

In den vergangenen Monaten wuchs der Zustrom kleiner Schiffe, die den Ärmelkanal in Richtung Großbritannien illegal überqueren, deutlich an. Ministerin Patel versprach daraufhin, eine Kanalüberquerung „unrentabel“ zu machen. (mü)

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