London macht gegen Illegale mobil: Künftig lebenslänglich für Asyl-Schlepper
London. Zur Nachahmung dringend empfohlen: die britische Regierung will die Höchststrafe für Schleuser, die illegal Migranten ins Land bringen, auf lebenslange Haft ausweiten. Derzeit liegt das schärfste Strafmaß für Menschenschmuggel bei 14 Jahren. Dem Londoner Innenministerium ist das nicht genug. Ein Sprecher sagte der „Times“ gegenüber: „Während kriminelle Banden weiterhin Leben aufs Spiel setzen, ziehen wir jede Option in Erwägung, um die Ausbeutung von Menschen zu stoppen.“ Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Tatsächlich will Innenministerin Priti Patel in Kürze verschärfte Maßnahmen vorstellen, mit denen die illegale Migration weiter eingedämmt werden soll. Der „Times“ zufolge erhofft sich die Regierung, daß sich infolge des schärferen Strafmaßes auch die durchschnittliche Haftdauer von Menschenschmugglern verlängert. Derzeit soll diese bei etwa drei Jahren liegen.
Im vergangenen Jahr hatten mehrere Tausend Migranten den Ärmelkanal überquert. Großbritannien und Frankreich haben deswegen ihre Polizeikräfte an den Küsten verstärkt.
Erst am Samstag hatten 87 Menschen auf vier kleinen Booten den Ärmelkanal überquert, seit Jahresbeginn waren es bereits 531. Damit liegt die Zahl heuer schon 40 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2020. Seit dem Ende der Brexit-Übergangsphase gilt in Großbritannien ein härteres, punktebasiertes Einwanderungssystem. (mü)
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