Lieferservice ohne Maske empfangen: Regierung entzieht britischer Kolumnistin das Visum

In Australien, wo trotz kaum nennenswerter Corona-Zahlen gerade der nächste Lockdown über weite Teile des Landes verhängt wurde, nutzt die Regierung die Gelegenheit, auch gleich gegen mißliebige Meinungsabweichler rigoros durchzugreifen. Jetzt wurde das Visum der – völlig gesunden – britischen Kolumnistin Katie Hopkins aufgehoben. Denn: sie ließ sich Essen in ihr Quarantäne-Hotel bringen und öffnete dem Lieferanten die Zimmertür ohne Maske. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Nach Ansicht der australischen Innenministerin Karen Andrews ist dies ein „entsetzliches“ Verhalten und „ein Schlag ins Gesicht all jener Australier, die sich derzeit im Lockdown befinden.“ Sie spricht sich für eine Abschiebung der britischen Journalistin aus. Außerdem handle es sich bei Hopkins ohnehin nicht um jemanden, den man unbedingt „auch nur eine Sekunde länger im Land behalten“ wolle, als man müsse, tönt die liberal-konservative Politikerin. Hopkins ist der australischen Regierung offenbar auch politisch unangenehm – sie sucht immer wieder bei patriotischen Gruppen im (vor-)politischen Raum Anschluß.

Eigentlich hätte Katie Hopkins, die in der Vergangenheit selbst TV-Sendungen moderierte, an der australischen Reality-Show „Big Brother VIP“, also der Promi-Version der weltweit bekannten Show, teilnehmen sollen. Obwohl offenbar völlig gesund, mußte sie wegen der strengen Corona-Regeln in Australien in eine 14-tägige Hotel-Quarantäne – samt weiteren Schikanen. (mü)

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