Lieber gar keine Soldaten als „Rechtsextremisten“: Kramp-Karrenbauer droht KSK-Auflösung an
Berlin. Jetzt ist es amtlich: die 2. Kompanie des „Kommandos Spezialkräfte“ (KSK) der Bundeswehr ist aufgelöst – wegen angeblichen „Rechtsextremismus“. Wie ein Ministeriumssprecher mitteilte, sei der von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer angekündigte Schritt jetzt mit einem Appell in der KSK-Kaserne im baden-württembergischen Calw vollzogen worden. Einige der Soldaten der Kompanie bleiben im KSK, andere werden an andere Standorte versetzt. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Die 2. Kompanie ist eine von insgesamt vier Kompanien mit Kommandosoldaten beim KSK, die für Spezialoperationen wie Geiselbefreiungen ausgebildet sind. Das KSK gilt auch im internationalen Vergleich als hervorragende Elitetruppe.
Wenn es um die „richtige“ Gesinnung geht, zählt das in Deutschland aber nicht. Die ins Visier der Meinungswächter geratene 2. Kompanie hatte bei der Abschiedsfeier für einen Kommandeur „rechtsextremistisches“ Verhalten erkennen lassen – Soldaten hätten „Rechtsrock“ gehört und den Hitlergruß gezeigt. Die Verteidigungsministerin ließ daraufhin ein Konzept zur Unterbindung solcher Tendenzen im KSK erarbeiten, das sage und schreibe 60 Einzelmaßnahmen umfaßt. Bis zum 31. Oktober soll die Truppe nun Zeit bekommen, sich zu „bewähren“, heißt es aus dem Ministerium. Gelingt das nicht, soll die Elitetruppe komplett aufgelöst werden – ein vermutlich weltweit einzigartiger Vorgang. (rk)
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