Libanese will Frauen nicht die Hand geben: Einbürgerung abgelehnt

Mannheim. Wegen seiner islamisch-fundamentalistischen Einstellung ist jetzt einem Libanesen am Verwaltungsgerichtshof Mannheim seine Einbürgerung abgelehnt worden. Der Mann weigert sich, Frauen die Hand zu geben. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Diese Einstellung gewährleiste nicht, daß er sich in die deutschen Lebensverhältnisse einordne, begründete das Gericht seine Entscheidung. Zuvor hatte der Mann gegen die Ablehnung seines Antrags durch ein Landratsamt bereits erfolglos vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart geklagt.

Der Libanese, der seit 2002 in Deutschland lebt und Oberarzt an einer Klinik ist, lehnt nach Darstellung des Gerichts das Händeschütteln mit jeder Frau ab, weil sie ein anderes Geschlecht hat und damit per se als eine dem Mann drohende Gefahr sexueller Versuchung beziehungsweise unmoralischen Handelns gelte. Er hatte sich bei der ursprünglich geplanten Übergabe der Einbürgerungsurkunde 2015 geweigert, der zuständigen Sachbearbeiterin die Hand zu schütteln. Er begründete dies damit, seiner Frau – einer Muslimin deutscher Nationalität und syrischer Herkunft – versprochen zu haben, keiner anderen Frau die Hand zu geben.

Die mündliche Verhandlung war bereits im Sommer. Das Urteil (AZ.: 12 S 629/19) ist den Beteiligten erst jüngst bekanntgegeben worden. (rk)

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