Lawrow spielt den Ball zurück: „Deutschland hat uns auch nichts erzählt“
Moskau/Berlin. Im diplomatischen Hickhack rund um den Ukraine-Konflikt hat sich die Bundesrepubik jetzt eine böse Retourkutsche eingefangen. Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer glaubte angesichts der eskalierenden Situation von Moskau Aufschluß über die aktuellen Bewegungen der russischen Streitkräfte an der russisch-ukrainischen Grenze einfordern zu müssen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Auf Twitter schrieb die Ministerin: „Wenn Rußland nichts zu verbergen hat, könnte es leicht erklären, welche Truppen wohin bewegt werden und zu welchem Ziel.“
Der russische Außenminister Lawrow antwortete im Rahmen einer Pressekonferenz in Teheran auf das deutsche Ansinnen mit der Feststellung, es handle sich bei den Truppenbewegungen um eine innere Angelegenheit Rußlands. „Wir wollen, daß das Recht der Russischen Föderation, jegliche Operationen auf ihrem Territorium durchzuführen, respektiert wird“, sagte der Minister.
Lawrow konnte es sich in diesem Zusammenhang nicht verkneifen, an die Geschehnisse um den russischen Kreml-Kritiker Alexej Nawalny zu erinnern. Dieser habe sich „unter bekannten Umständen“ in Deutschland befunden – über seinen Gesundheitszustand jedoch habe „uns die deutsche Seite bisher nichts erzählt“. (mü)
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