Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: CDU verliert kräftig, AfD muß Punkte lassen
Stuttgart/Mainz/Wiesbaden. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz konnten sich Grüne und SPD durchsetzen, während CDU und AfD zum Teil heftig einbrachen. In beiden Ländern können die amtierenden Ministerpräsidenten nach dem aktuellen Stand der Dinge weiterregieren – Malu Dreyer (SPD) in Rheinland-Pfalz, Winfried Kretschmann (Grüne) im „Ländle“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Nach letzten Hochrechnungen am Sonntagabend kam die SPD in Rheinland-Pfalz (trotz geringer Verluste) auf ein Ergebnis von 35,7 Prozent, währen die CDU um 4,3 Prozent auf jetzt 27,5 Prozent absackte. Auch die AfD verlor stattliche 4,2 Prozent und liegt jetzt mit 8,7 Prozent nur noch im einstelligen Bereich.
Ein ähnliches Bild in Baden-Württemberg. Dort wurden die Grünen mit jetzt 32,7 Prozent (+ 2,4) stärkste politische Kraft, während die CDU fast drei Prozent einbüßte und nun bei nur noch 24,1 Prozent liegt. Die AfD stürzte hier um 5,4 Prozent auf nun nur noch 9,7 Prozent ab.
In beiden Bundesländern relativieren sich die Ergebnisse allerding durch erhebliche Anteile an Nichtwählern. In Baden-Württemberg etwa liegt die Zahl bei stattlichen 37 Prozent – gemessen an der tatsächlichen Zahl aller Wahlberechtigten, schrumpft hier der Grünen-Anteil realistischerweise auf nur 20 Prozent.
Gleichzeitig mit den beiden Landtagswahlen fanden zudem in Hessen Kommunalwahlen statt. Der "Merkur" faßt zusammen: "Was allgemein überrascht: Die AfD kann vielerorts ihr hohes Erstergebnis aus dem Jahr der Flüchtlingskrise verteidigen. Wurde der Sieg 2016 noch mit der Flüchtlingskrise erklärt, hat sich die AfD inzwischen in ganz Hessen als Partei auch auf kommunaler Ebene etabliert. Oft mit zweistelligen Prozentzahlen."
Als Besonderheit sind hier einige NPD-Ergebnisse berichtenswert – die Nationaldemokraten verfügen in Hessen noch über einige kommunale Schwerpunkte, die am Sonntag erfolgreich verteidigt werden konnten. So kommt die NPD im Wetteraukreis auf 1,04 Prozent, was einem Sitz im künftigen Kreistag entspricht. Auch im Stadtrat von Büdingen konnte mit 3,35 Prozent der NPD-Sitz verteidigt werden, ebenso in der Gemeinde Altenstadt, wo der gewählte NPD-Ortsvorsteher Stefan Jagsch 2019 in einer Polit-Farce wieder abgesetzt wurde. Nicht zuletzt dank dieser Ereignisse kam die NPD hier jetzt auf beachtliche 11,1 Prozent und verfügt im Gemeinderat nun über vier Sitze. (rk/tw)
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