Lambrechts Visionen: Militärische Führungsrolle Deutschlands in der Welt

Lambrechts Visionen: Militärische Führungsrolle Deutschlands in der Welt
Wikimedia/Sonaz/

Berlin. Bundesverteidigungsministerin Lambrecht (SPD) hält den Flakpanzer „Gepard“ bekanntlich nicht für einen Panzer und unterstellte ihm – im Juni im Bundestag –, „daß er dann mit diesem Rohr in die Luft schießt“. Sicherheitspolitische Aussagen der Ministerin sind mithin problematisch.

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Das gilt auch für verteidigungspolitische Zukunftsvisionen, die die Ressortchefhin jetzt im Rahmen einer Grundsatzrede in Berlin vortrug. Demnach solle Deutschland künftig auch (!) in militärischen Fragen eine Führungsrolle (!!) in Europa und der Welt (!!!) übernehmen Wörtlich: „Deutschlands Größe, seine geografische Lage, seine Wirtschaftskraft, kurz: sein Gewicht, machen uns zu einer Führungsmacht, ob wir es wollen oder nicht. Auch im Militärischen.“

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Dazu sei erforderlich, daß Deutschland gemäß dem NATO-Ziel in Zukunft dauerhaft zwei Prozent des BIP in die Verteidigung investiert. „Deutschland kann das”, sagte Lambrecht, und: „Deutschland braucht keine Angst vor dieser neuen Rolle zu haben.”

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Garantiert werde die Sicherheit Europas nach wie vor vom wichtigsten Verbündeten, den USA, referierte die Ministerin. „Dieser Verbündete aber hat sein Hauptaugenmerk nun notwendigerweise auf die Sicherheit im pazifischen Raum gelenkt“, unterstellt sie. Daher müßten die Europäer und allen voran Deutschland eine wichtigere Rolle spielen: „Deutschland ist bereit, Amerika in Europa zu entlasten und damit entscheidend zur fairen Lastenteilung beizutragen.” Das wird Washington sicher beeindrucken. (se)

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