Lafontaine warnt vor US-Politik: „Die Amis wollen Deutschland vors Rohr schieben“
Merzig/Berlin. Vor dem Hintergrund der Entscheidung der Bundesregierung, nun doch deutsche „Leopard“-Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, hat sich der frühere SPD-Vorsitzende und spätere Linke-Gründer Oskar Lafontaine auf dem unabhängigen Internetportal „NachDenkSeiten“ mit einer Warnung zu Wort gemeldet.
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Es drohe eine weitere Eskalation des Ukraine-Konflikts. Ziel sei es offenkundig, Deutschland in den Krieg mit Rußland zu ziehen. Insbesondere warnt Lafontaine vor dem Entstehen einer Achse Washington-London-Warschau-Kiew, die künftig das Handeln der NATO bestimmen werde – und gegen die Interessen Deutschlands gerichtet sei. „Die Amis wollen die Deutschen vors Rohr schieben“, schreibt Lafontaine.
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Man dürfe auch nicht einer unter deutschen Politikern und in deutschen Medien verbreiteten Illusion aufzusitzen. Es gehe im aktuellen Konflikt nicht um das Wohlergehen der Ukraine. „Wann begreifen es die Kriegshetzer in Politik und Journalismus? Seit Jahrzehnten erklären die USA, die Ukraine müsse zu ihrem Vorposten werden, um den eurasischen Kontinent zu beherrschen. Und deshalb rüsten die USA seit Jahren die Ukraine auf. Und deshalb schrieb die Rand-Corporation schon 2019: ‚Die Lieferung von tödlichen Waffen an die Ukraine durch die USA wird die Kosten in Blut und Geld für Rußland erhöhen.‘“
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Um ihre geostrategischen Ziele zu erreichen, seien die USA in den letzten Jahren dazu übergegangen, andere für sich kämpfen zu lassen. In Europa wollten sie nun vor allem Deutschland immer stärker in den Krieg hineinziehen, so Lafontaine. Die Lieferung von immer neuen Waffen lasse eine Ausbreitung des Krieges auf Deutschland und Europa wahrscheinlicher werden. Man müsse aufpassen, daß sich die Kosten nicht auch für Deutschland immer weiter erhöhten. (rk)
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