Kroatischer Präsident kritisiert USA und NATO: „Absurder Stellvertreterkrieg“
Zagreb/Vukovar. Mit deutlichen Worten ist der kroatische Präsident Zoran Milanović auf Distanz zur Eskalationspolitik des Westens im Ukrainekrieg gegangen. Dabei kritisierte er insbesondere die USA und die NATO und sprach von einer „absurden“ Beteiligung der USA. Es handle sich um einen „Stellvertreterkrieg”, der im Chaos enden könne, sagte Milanović auf einer Pressekonferenz in Vukovar.
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„Wir werden mit der Beteiligung der NATO und der USA nichts erreichen“, kritisierte der Präsident, der sich im vergangenen Jahr bereits gegen die Ausbildung ukrainischer Truppen auf dem Gebiet seines Landes gewehrt hatte.
Nun führten Washington und die NATO mit Hilfe der Ukraine einen „Stellvertreterkrieg gegen Rußland”, sagte Milanović. „Aber wenn es kein endgültiges Ziel gibt, wenn es keinen Plan gibt, dann wird alles enden wie in Afghanistan.”
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Der kroatische Spitzenpolitiker sieht auch keinen Sinn in den Sanktionen gegen Moskau. „Der Plan kann nicht darin bestehen, den russischen Präsidenten Wladimir Putin abzusetzen. Der Plan kann nicht in Sanktionen bestehen. Sanktionen sind absurd, wir werden mit ihrer Hilfe nichts erreichen.” Dann verwies er auf die Jugoslawien-Kriege in den neunziger Jahren und den früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milošević, der an das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausgeliefert wurde und dort während des Verfahrens starb. „Sie haben nicht einmal Milošević mit Sanktionen gebrochen”, erinnerte Milanovic. „Sie gehen von Krieg zu Krieg.”
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Zuletzt wurde der Präsident noch sehr deutlich: „Und was soll ich sein, ein Sklave der Amerikaner?” (mü)
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