Kreml registriert besonnene Deutsche: „Anders als die Positionierung der Politik“

Kreml registriert besonnene Deutsche: „Anders als die Positionierung der Politik“

Berlin/Moskau. Die aktuelle Diskussion um die Lieferung westlicher Kampfpanzer an die Ukraine wird auch in Moskau aufmerksam beobachtet. Dabei registriert man im Kreml nicht nur die immer schrilleren Töne der Kriegsbefürworter, sondern auch die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik, die sich von der Haltung der Regierungsparteien erheblich unterscheidet. Denn: rund jeder zweite Deutsche lehnt nach aktuellen Umfragen die Lieferung deutscher Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2“ an die Ukraine strikt ab.

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Jetzt hat der russische Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, die Besonnenheit vieler Menschen in Deutschland ausdrücklich gelobt. Sehr viele Deutsche wollten keine Konfrontation mit Rußland, betonte der Botschafter in einem Interview mit der Moskauer Tageszeitung „Rossijskaja gaseta“ und unterstrich: „Die Stimmungslage der einfachen Deutschen ist eine andere als die Positionierung der Politik. Sie schätzen den Weg der Aussöhnung, den wir gebahnt haben und auf den sich Rußland trotz kolossaler Opfer im Kampf gegen den Nazismus im Großen Vaterländischen Krieg eingelassen hat. Man weiß um den entscheidenden Beitrag unseres Landes zur deutschen Einheit und verurteilt die zügellose Diskreditierung von allem, was einen wie auch immer gearteten Bezug zu Rußland hat.“

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Weiter hob der russische Spitzendiplomat hervor: immer mehr Deutsche sähen ein, daß die Unterstützung der Ukraine nach dem Motto „so lange, wie nötig“ sich negativ auf die soziale und wirtschaftliche Lage im Land auswirke. Die vor allem von der EU, den USA sowie den „Grünen“ und der CDU/CSU propagierte uneingeschränkte Unterstützung für das Kiewer Regime löse bei den Menschen keine Begeisterung aus. (mü)

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