Kommunal-Verband warnt vor Gas-Ausfall: „Das wird schlimmer als die Corona-Pandemie“
Berlin. Die Warnungen vor einem kalten Winter werden mehr und lauter. Jetzt hat ein weiterer Akteur die Deutschen auf ein bevorstehendes Desaster eingestimmt – der Verband kommunaler Unternehmen. Verbandschef Inbert Liebig sagte der FAZ: „Das wird schlimmer als die Corona-Pandemie.“ Sollte kein Gas aus Rußland mehr kommen, „werden Unternehmen zwangsweise ganz oder teilweise abgeschaltet, und die Wirtschaft geht in den nächsten Lockdown“. Ohne den russischen Rohstoff „haben wir im Winter ein richtiges Problem“.
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Bisher seien die Deutschen bei den Energiepreisen noch glimpflich davongekommen, meint Liebing. Denn die Stadtwerke beschafften die Energie vorausschauend: „Einen Teil des Gases für den kommenden Winter haben sie schon vor zwei Jahren zu deutlich günstigeren Preisen eingekauft.“ Das federe die Tariferhöhungen ein wenig ab. Aber: „Die großen Preissprünge kommen in den nächsten Monaten erst noch.“
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Da die Handelspreise für Gas derzeit vier- bis sechsmal so hoch sind wie in den vergangenen Jahren, werde es „im nächsten Jahr für die Endkunden viel teurer“. Flächendeckend sei mit rapide steigenden Energiekosten zu rechnen, warnt der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete.
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Zunächst werden die Gasversorger in die Bredouille kommen, meint Liebing. Denn diese seien verpflichtet, das Gas zu festgelegten Konditionen zu liefern. Zwar habe die Politik mit dem Energiesicherungsgesetz eine erste, aber noch unvollständige Möglichkeit geschaffen, die höheren Beschaffungspreise an die Endkunden weiterzugeben. Aber: „Weder der private Haushalt noch der gewerbliche Kunde kann den fünffachen Preis zahlen.“ (st)
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