Kniefälle und Fußballer in Frauentrikots: Nur noch Irrsinn auf dem Fußballrasen

Kniefälle und Fußballer in Frauentrikots: Nur noch Irrsinn auf dem  Fußballrasen

Budapest. Überflüssige und politisch korrekte Meinungsbekundungen von Fußballern finden in Ungarn wenig Zuspruch. Für Spott hatte bei ungarischen Fans schon bei der letzten Europameisterschaft die Regenbogen-Armbinde des deutschen Mannschaftskapitäns gesorgt.

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Auch die Briten konnten sich jetzt eine eindeutige politische Meinungsbekundung auf dem Fußballrasen nicht verkneifen – und zogen sich dadurch ebenfalls den Unmut des ungarischen Publikums zu. Vor dem Anpfiff des Länderspiels gegen Ungarn in Budapest hielt es das britische Nationalteam für geboten, demonstrativ in die Knie zu gehen und damit ein „Zeichen gegen Rassismus“ zu setzen. Die Geste war vor einigen Jahren im Kontext der „Black Lives Matter“-Umtriebe aufgekommen. Das ungarische Publikum quittierte sie mit anhaltenden Buhrufen.

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Bei den britischen Gästen – die sich in Budapest eine handfeste 1:2-Niederlage abholten – sorgte das für Ärger und großes Unverständnis: „Wir machen das, um Leute rund um die Welt aufzuklären“, sagte England-Trainer Gareth Soutgate nach der Partie. „Ich verstehe nicht, warum Leute sich entscheiden, diese Geste auszubuhen.“

Deutlich wurde nach dem Auftakt der Nations League auch Verteidiger Conor Coady von den Wolverhampton Wanderers: „Das ist extrem enttäuschend. Es ist wichtig, daß die Leute verstehen, warum wir das machen“, erklärte er. Die Buhrufe seien „nichts, was wir hören wollen“. Schon beim WM-Qualifikationsspiel in Ungarn im September 2021 waren die England-Profis Jude Bellingham und Raheem Sterling Opfer von vermeintlich rassistischen Beschimpfungen geworden. Sogar Premierminister Boris Johnson hatte danach scharfe Kritik geübt.

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Am Dienstag war für die indignierten Briten übrigens wieder alles in Ordnung: in der Allianz-Arena im rot-grün regierten München trafen sie auf die deutsche Nationalelf – beide Mannschaften gingen in trauter Eintracht in die Knie. Weil aber Regenbogen-Armbinden und der antirassistische Kniefall längst nicht mehr genügen, setzte die deutsche  Elf diesmal noch einen Extrabrüller drauf: sie trat in den Trikots der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft auf – um für die anstehende Frauen-EM in England zu werben, wie es hieß. (mü)

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