Klartext aus Peking: Unterstützen Rußland, „um der US-Hegemonie einen Riegel vorzuschieben“
Peking/Moskau. Westliche Medien und Politiker bemühen sich seit Ausbruch des Ukraine-Krieges, Differenzen zwischen Moskau und Peking herbeizuschreiben. Doch die Realität belehrt eines anderen: Rußland und China haben in den letzten Monaten bei verschiedenen Gelegenheiten ihre enge und noch zu intensivierende Zusammenarbeit unterstrichen; zuletzt etwa auf dem jüngsten Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Samarkand im September 2022.
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Jetzt unterstrich die chinesische Seite nochmals: Peking stellt sich hinter die russische Führung und will den Austausch mit Rußland „auf allen Ebenen vertiefen”. Ziel sei das Ende der US-Hegemonie, die für den Krieg in der Ukraine verantwortlich sei, erklärte der chinesische Außenminister Wang Yi in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow. Der staatliche chinesische Rundfunk CCTV berichtete darüber – was einer offiziellen Verlautbarung gleichkommt.
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Zwar bezeichnet sich Peking weiterhin als neutral und will Rußland auch weiterhin nicht mit Waffen unterstützen. Aber: „Die chinesische Seite wird die russische Seite unter der Führung von Präsident Putin nachdrücklich dabei unterstützen, das russische Volk zu vereinen und zu führen, um Schwierigkeiten zu überwinden, Unruhen zu beseitigen, die strategischen Entwicklungsziele zu verwirklichen und Rußlands Status als Großmacht auf der internationalen Bühne zu fördern“, sagte Wang in dem Telefongespräch. Und zwar: „Um der US-Hegemonie einen Riegel vorzuschieben”.
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Im Namen der chinesischen Regierung beschuldigte Wang die USA und die NATO in diesem Zusammenhang, Rußland mit einer beabsichtigten Ausweitung des transatlantischen Militärbündnisses in die Enge zu treiben. (mü)
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