Kissinger auf dem Weltwirtschaftsforum: Ukraine soll Territorium abtreten
Davos. Im Ukraine-Konflikt hat sich jetzt der frühere US-Außenminister Henry Kissinger zu Wort gemeldet. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos schlug er vor, die Ukraine solle Gebiete an Rußland abgeben, um den Krieg zu stoppen.
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Kissinger unterstrich außerdem, daß es nur ein kleines Zeitfenster gebe, um den Konflikt in der Ukraine zu beenden und eine Friedenslösung zu finden. Wörtlich: „Die Friedensverhandlungen müssen in den nächsten zwei Monaten beginnen, bevor der Krieg zu Umbrüchen und Spannungen führt, die nicht leicht zu überwinden sind.“
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Der Ex-Minister erinnerte daran, daß er beim Ausbruch der Ukraine-Krise durch einen bewaffneten Staatsstreich in Kiew vor acht Jahren dafür eingetreten sei, daß die Ukraine ein neutraler Staat und eine „Brücke zwischen Rußland und Europa und nicht eine Frontlinie von Gruppierungen innerhalb Europas“ werden sollte. Stattdessen habe Kiew die Mitgliedschaft in der NATO als strategisches Ziel verfolgt und damit den Weg für die aktuellen Feindseligkeiten geebnet. Die Gelegenheit, für die er damals geworben habe, bestehe heute nicht mehr, aber „sie könnte immer noch als Endziel angesehen werden“, erklärte Kissinger.
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Im übrigen sei Rußland seit mehr als vier Jahrhunderten ein „wesentlicher Teil Europas“, und die europäischen Staats- und Regierungschefs dürften die langfristigen Beziehungen mit dem Land nicht aus den Augen verlieren, da sie sonst riskierten, daß sich Rußland endgültig von Europa abkehren und in ein dauerhaftes Bündnis mit China treten könnte. Kissinger riet der Ukraine, mit den Verhandlungen zu beginnen, bevor es „zu Aufruhr und Spannungen kommt, die nicht leicht zu überkommen sind.“ (mü)
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