Kirche zum Abgewöhnen: Erzbistum Köln mit Pro-Migranten-Kampagne

Kirche zum Abgewöhnen: Erzbistum Köln mit Pro-Migranten-Kampagne

Köln. Die Katholische Kirche wieder einmal voll auf Zeitgeistkurs: das Erzbistum Köln hat eine Kampagne initiiert, die ausschließlich die positiven Aspekte der Migration hervorhebt. Mögliche Probleme oder Herausforderungen werden in der Aktion, die mit Plakaten und digitalen Anzeigen arbeitet, hingegen ausgeblendet.

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Träger der Initiative ist die „Aktion Neue Nachbarn“. Deren Integrationsbeauftragter Uli Thomas schilderte gegenüber Domradio den Ursprung der Kampagne. Dieser liege im Arbeitskreis „Politik der Willkommensinitiativen“. Thomas erläuterte: „Im Arbeitskreis 'Politik der Willkommensinitiativen' kamen wir Anfang des Jahres immer wieder an den Punkt, daß so viel Negatives über Migration gesprochen wird. Dabei sind unsere eigenen Erfahrungen eigentlich ganz anders“. Aus dieser Wahrnehmung sei die „verrückte Idee“ entstanden, die Stadt mit positiven Botschaften zu füllen.

Die nun realisierten Plakate und Infoscreen-Anzeigen an Bahnhöfen zeigen kurze, emotionale Statements. Darauf zu lesen sind Sätze wie: „Ja zur Migration, weil die Menschen unterschiedlich sind“, „weil Vielfalt die Konsequenz ist“, „weil mein Freundeskreis sonst nicht so wäre, wie er heute ist“ oder „weil ich sonst gar nicht existieren würde“. Thomas spricht von „sehr elementaren, teilweise auch humorvollen, aber durchweg starken Aussagen“.

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Das erklärte Ziel der Kampagne ist eine veränderte öffentliche Wahrnehmung. Man wünsche sich „einen anderen, differenzierteren Blick auf Migration“. Die Initiatoren erhoffen sich von der Aktion, daß sie das bestehende Bild verschiebt: „Wir hoffen, daß die Plakate dazu beitragen, dieses Bild zu verändern“. Es ist freilich dasselbe Bild, das auch Medien und Politiker uniono produzieren. Die Kirchen dürfen sich nicht wundern, warum ihnen ihre Schäfchen massenhaft davonlaufen – von gleichgeschalteten Zeitgeistkirchen haben immer mehr Gläubige genug. (rk)

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