Kirche am Ende: Katholischer Priester verteidigt Drag-Queen-Lesung vor Kindern

Kirche am Ende: Katholischer Priester verteidigt Drag-Queen-Lesung vor Kindern

München. Wie Wien und andere Städte hat jetzt auch die bayerische Landeshauptstadt München ihren Rummel wegen einer sogenannten „Drag Queen“-Lesung vor Kindern. Sie soll am Dienstag in der Stadtteilbibliothek im Stadtteil Bogenhausen stattfinden. Nicht nur die AfD ist dagegen (und hat eine Protestkundgebung angekündigt). Schon die Münchner CSU wetterte vor ein paar Wochen gegen die Veranstaltung und wurde deshalb von der Teilnahme am heurigen Christopher-Street-Day ausgeschlossen.

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Mit Kritik meldete sich außerdem die frühere CDU-Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zu Wort und sagte, das Spiel von Drag-Queens mit Erotik und Sexualität dürfe nicht an Kinder herangetragen werden. Sie verglich die Situation mit den Versuchen in den 80er-Jahren, Pädophilie zu verharmlosen. Auch der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sprach sich gegen die Veranstaltung aus und forderte die Einschaltung des Jugendamts. Er bezeichnet die geplante Lesung in der Bogenhausener Stadtteilbibliothek rundweg als Kindeswohlgefährdung. Die AfD steht mit ihren Vorbehalten also nicht allein da.

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Ausgerechnet der katholische Priester Wolfgang F. Rothe glaubt nun besonders „mutig“ sein zu müssen – er erstattete gegen die AfD Anzeige wegen vermeintlicher „Volksverhetzung“. Mit ihrem Plakat zur Protestkundgebung, suggeriert Rothe, würden „queere Menschen, näherhin Drag Queens, pauschal als (potentielle) Mißbrauchstäter verunglimpft“. Dies sei als ein volksverhetzender Angriff auf die Menschenwürde aller queerer Menschen zu bewerten.

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Rothe hat freilich schon bei anderer Gelegenheit unter Beweis gestellt, daß ihm der linke Zeitgeist näher steht als die Botschaft der Bibel: erst letztes Jahr hielt er es für geboten, sich am schwullesbischen Schaulaufen, dem Christopher-Street-Day, zu beteiligen. (rk)

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